Doping 8 / Zelltod & Testosteron

Doping Teil 8 / Zelltod durch Testosteron 

Anabolika werden zum Aufbau von Muskelmasse eingenommen. Anabolika werden als Testosteron oder künstlich hergestellte Steroide, die eine dem männlichen Sexualhormon Testosteron ähnliche Wirkung zeigen, eingenommen. Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Dieses Hormon steuert – nebst der Sexualität – auch die körperliche Entwicklung und hat Einfluss auf das menschliche Verhalten. Bereits frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Einnahme grosser Mengen an männlichen Geschlechtshormonen zu aggressivem Verhalten oder sogar zu Selbstmordneigungen führen kann. 

Im Laborversuch beobachteten Wissenschaftler an gezüchteten Nervenzellen, dass hohe Dosen von Testosteron den sogenannten programmierten Zelltod auslösten. Der programmierte Zelltod ist der absichtlich herbeigeführte Tod von Zellen. Dieser dient normalerweise dazu, unnötige oder hinderliche Zellen gezielt zu entfernen. Den Forschern zur Folge greift zuviel Testosteron in Signalsysteme der Zelle ein, die daraufhin ein Selbstzerstörungsprogramm einleiten. Die Folge davon könnten neurologische Erkrankungen – wie z.B. Alzheimer – sein. Die normale Konzentrationen von Testosteron hat keinen Einfluss auf die Lebensfähigkeit von Nervenzellen.

QUELLE: Barbara Ehrlich, Yale-Universität, New Haven / 070601


 

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