Zink
Das grosse Sportlexikon Zink

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das vor allem in Knochen, Haut und Haaren enthalten ist. Zink ist für die Funktion zahlreicher Enzyme und verschiedener Hormone unentbehrlich und z.B. an der Insulinspeicherung beteiligt. Zink ist für den Stoffwechsel der Augen-Netzhaut, für die Wundheilung sowie für normales Wachstum und einer gesunden Entwicklung von Bedeutung. Eine gute Zinkversorgung ist außerdem die Voraussetzung dafür, dass das Immunsystem optimal funktionieren kann. 


Zink ist ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme, wobei ein Mangel das Immunsystem schwächt. Zink ist für den Zellenbau mitverantwortlich. Bei einer Infektion ist Zink hauptverantwortlich, dass bei einer Infektion innerhalb kürzester Zeit, Millionen weißer Blutkörperchen neu entstehen können. Ohne Zink würde die Zellteilung gebremst. Dies führt dann unweigerlich zu einem schlechten Immunstatus. 

Zinkmangel kann bei Männern zu verschlechterter Fortpflanzungsleistung (Libido) führen. Zink ist Bestandteil des männlichen Samens, es erhöht die Produktion des Hormons Testosteron in den Leyding-Zellen der Hoden und baut es zu seiner aktiven Form um. 

Bei Jugendlichen kann es sein, dass sich durch einen Mangel die Sexualorgane nicht richtig entwickeln, das Wachstum gestört wird, die Periode verspätet einsetzt oder die Lust auf Nahrungsaufnahme gestört wird (evt. eine Vorstufe der Magersucht bei Jugendlichen).   

Zinkmangel ist weit verbreitet. Grundsätzlich kann der Gehalt von Zink in den Lebensmitteln unterschiedlich sein, es kommt ganz auf die Beschaffenheit des Bodens an. Der Zinkgehalt in den Lebensmitteln hängt auch stark davon ab, wie die pflanzlichen Rohstoffe von der Lebensmittelindustrie verarbeitet wurden. Oftmals werden diese chemisch behandelt, um Zink zu entfernen. Dadurch können sich in Weizenmehl keine "Schädlinge" einnisten. Tiefgefrorene Produkte, wie Erbsen, Brokkoli, Spinat erhalten durch den Zinkentzug nach dem Kochen eine leuchtende Farbe. Dies wäre ohne Zinkentzug nicht möglich. Zink kann im Körper nicht gespeichert werden und muss täglich neu aufgenommen werden. 

BEDARF 

Die tägliche Zinkaufnahme sollte zwischen 15 & 40 mg liegen. Erhöhter Bedarf bei Jugendlichen /  häufigen Alkoholkonsum  /  operativen Eingriffen  /  Schwangerschaften  /  Rauchen / Personen mit vielen Amalganplomben.

ÜBERDOSIS 

Mineralstoffwechselstörungen Störungen der Leberfunktion. Erst in relativ großen Mengen ist Zink giftig. Zu einer akuten Vergiftung kommt es bei zirka zwei Gramm. Dann treten Magen-Darm-Beschwerden und Fieber auf. Eine chronische Überdosierung mit mehr als 110 Milligramm Zink pro Tag führt zu Blutarmut und verringert die Zahl der weißen Blutkörperchen. Die tödliche Zink-Dosis liegt bei drei bis fünf Gramm Zinksulfat oder sechs bis zehn Gramm Zinkchlorid. 

ZUSAMMENWIRKEN MIT ANDEREN VITALSTOFFEN 

Zink wirkt eng mit Beta-Karotin zusammen, es begünstigt die Aufnahme dieses Vitamins in der Leber. Vitamin B6 und Zink ergänzen sich in ihrer Immunstärkenden Wirkung.

BEEINTRÄCHTIGUNG DER BIOVERFÜGBARKEIT 

Zink das an Pytinsäure gebunden ist, kann schlecht aufgenommen werden, dies betrifft hauptsächlich pflanzliche Produkte also auch Samen, wie Weizen oder Roggen in Brot. Beim Kauf von Brot sollte man Sauerteigbrot aus Roggen vorziehen. Bei dieser Teiggärung wird Pytinsäure abgebaut und das darin enthaltene Zink wird verfügbar. 


IMMUNSYSTEM

Zink spielt eine Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Es ist wichtig für die Wundheilung, das Wachstum und den Geschmackssinn. Da Zink auch ein Bestandteil von Insulin ist, beeinflusst es den Zuckerstoffwechsel. Zusammen mit Vitamin A ermöglicht es das Sehen bei schlechter Beleuchtung. Vor allem für das Immunsystem ist es aber von Bedeutung

Zink wird bei der Zellteilung benötigt und ist deshalb für das Wachstum und die Erneuerung der Zellen wichtig. Durch ein Mangel an Zink kann es beim Ungeborenen gar zu Fehlbildungen kommen. Schwangere sollten deshalb besonders auf eine ausreichende Zufuhr von Zink achten.

Zink fördert aber noch auf andere Weise das Wachstum: Es ist offenbar auch an der Herstellung von Sexualhormonen beteiligt. Ein Mangel kann deshalb auch Impotenz und eine verzögerten sexuellen Entwicklung hervorrufen. Auf die Wachstumshormone hat Zink anscheinend ebenfalls Einfluss.

Ein Zinkmangel führt außerdem zu Hautentzündungen, Haarausfall, Wundheilungsstörungen, Infektanfälligkeit, Geschmacksstörungen und Nachtblindheit, da sich die Körperzellen ohne dieses Spurenelement nicht schnell genug teilen.

Rund zwei Gramm Zink befinden sich im Körper. Der größte Teil davon steckt im Knochen, in der Haut und in den Haaren. Eine optimale Zinkversorgung steigert die Abwehr und beugt so Infekten vor. Nur eine ausgewogene Ernährung kann die Versorgung mit Zink sicherstellen. Der Körper kann Zink nicht in größeren Mengen speichern. Aus diesem Grund ist eine kontinuierliche Zufuhr über die Ernährung wichtig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag für Männer zehn Milligramm und für Frauen sieben Milligramm Zink. Die international gültige Empfehlung des Food and Nutrition Board der USA besagt allerdings: 15 Milligramm für Männer und 12 Milligramm für Frauen. Gute Zink-Quellen sind Käse, Geflügel und Fleisch, Getreide, Hülsenfrüchte und bestimmte Gemüsesorten.


 

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